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KÜHE RAUS - DORF REIN! Im Kuhstall kann auch Party sein

Administrator (admin) am Jun 14 2017

Sommerliche Feldblumensträuße auf den Biertischgarnituren sorgten am vergangenen Wochenende im Kuhstall der Familie Weise in Dreba für eine gemütliche Atmosphäre.

Wo sonst Rinder zu sehen und zu hören sind, da fanden die Besucher der Veranstaltungsreihe KULTUR IM KUHSTALL ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Thüringer Spezialitäten zu Bier und Kaffee.

Nachdem das Jubiläumskonzert der Musikschule Fischer am vergangenen Donnerstag als Auftaktveranstaltung erfolgreich und mit vielen musikinteressierten Gästen beendet war, bereiteten die ehrenamtlichen Helfer der Kultur- und Heimatstiftung Dreba alles für den nächsten Programmpunkt vor: „Ein Mann namens Ove“ unterhielt am Freitagabend die Besucher im Stall und sorgte für viel Gelächter. Der schwedische Film gefiel den Besuchern besonders wegen der kurzweiligen und auch ernsten Aspekte, die thematisiert wurden. Der Filmabend war trotz des Regenwetters mit rund 80 Gästen gut besucht, und alle freuten sich, in dieser urigen Kulisse ein Dach über dem Kopf zu haben. Die Strohtribüne bot einen warmen, wenn auch etwas stacheligen Sitzplatz und eine gute Sicht auf die große Leinwand am anderen Ende des Stalls.

Am Samstag wurde das Grundstück am Kuhstall zum Schau- und Spielplatz für Familien mit Kindern. Der Sport-, Spaß- und Familientag des Bildungsvereins am Rittergut Knau e.V. lockte in Zusammenarbeit mit der Kultur- und Heimatstiftung Dreba ca. 200 Interessierte an. Es gab eine große Hüpfburg, Eis, selbst gebackene Kuchen aus Dreba und Waffeln, und viele Familien nahmen am Wettbe werb mit lustigen, schlauen und schnellen Spielen teil. Am Schluss gab es für alle Kinder Preise. Bei der Station des Forstamtes Neustadt/Orla konnten die Kinder ausgestellte heimische Tiere erraten, die raffiniert im hohen Gras oder auch in den Bäumen versteckt waren, und am Stand des NABU erfuhren auch die Erwachsenen viel Interessantes über die hiesige Artenvielfalt im nahegelegenen Teichgebiet. Väter bauten mit ihren Kindern Vogelkästen und rannten am nächsten Stand mit Wasserbehältern um die Wette. Der Stand des Bildungsvereins Knau hielt eine raffinierte Aufgabe bereit: anhand von Geo-Proxi-Luftaufnahmen sollten die Gemeinden erkannt werden. Es wurde gegrübelt, verglichen und gerätselt, und selbst für ortskundige Anwohner war diese Aufgabe eine Herausforderung. Alle haben an diesem Nachmittag etwas gelernt, und es hat besonders den Kindern großen Spass gemacht. Sie strahlten mit der Sonne um die Wette.

Abends spielte die Partyband LoutstarK zum Tanz im Kuhstall auf. Das breit gefächerte Liederrepertoire reichte von Klassikern wie Westerland von den Ärzten bis zu aktuellen Liedern aus den Charts. Die Tanzfläche füllte sich schon nach den ersten Zeilen des ersten Liedes, und die jungen Musiker sorgten dafür, dass dies so blieb.

Das Programm am Sonntag begann mit einem Frühschoppen, und am Nachmittag fanden sich Chöre der Region zum gemeinsamen Sängerfest der besonderen Art ein. Gastgeber war der Frauenchor Dreba, und die Merkendorfer Musikanten spielten in den Pausen und im Anschluss zum Tanz auf. Der Duft von hausgemachtem Kartoffeldetscher zog über den ganzen Platz.

„Wir waren überrascht, dass die Akustik in dieser Räumlichkeit so fantastisch war. Das hatten wir überhaupt nicht erwartet.“, so der Männerchor Ziegenrück, und Herr Ludwig ergänzte:„Wir waren begeistert. Es ist sehr angenehm, dass die Veranstaltung etwas außerhalb des Ortes ist. Der Kuhstall bietet sich hierfür gut an. Es ist so naturverbunden.“ Ein Sängerfest wird zunächst nicht in einem Kuhstall vermutet, doch alle beteiligten Chöre - der gemischte Chor Merkendorf, der Männerchor Dittersdorf, der gemischte Chor Plothen, der Männerchor Ziegenrück und der Volkschor Knau - waren glücklich über den überraschend guten Klang des Raumes.

Katrin Göring, Bürgermeisterin in Knau, freute sich über den tollen Zusammenhalt in Dreba. “ Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele freiwillige Helfer sich finden, um ein solches Projekt zu organisieren.“ Frau Silge aus Plothen ergänzte:“ Wir sind gern nach Dreba gekommen. Es ist nur sehr verwunderlich, dass die Teilnehmer des Sängerfestes nach dem letzten Lied so schnell gehen. Die Stimmung bietet sich doch zum gemütlichen Beisammensein an, um das Wochenende ausklingen zu lassen.“

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kultur- und Heimatstiftung Dreba wieder einmal ein tolles Kulturangebot für Jung und Alt auf die Beine gestellt hat. „Es war ein gelungenes, aber anstrengendes Veranstaltungsprogramm über vier Tage, das dank der zuverlässigen und fleißigen Helfer richtig gut gelaufen ist.“, so Petra Herzog, Bürgermeisterin und Vorsitzende der Kultur- und Heimatstiftung Dreba. „Wir sind erleichtert, dass alles so gut gelaufen ist. Es wird auf alle Fälle eine Wiederholung geben.“


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